Und jetzt?

Wieder war ein Versuch fehlgeschlagen. Der Bluttest bestätigte meinen Schwangerschaftstest. HCG: 0. Es war zwar „erst“ der zweite Transfer (nach vier Inseminationen) – aber insgesamt waren wir nun schon fast drei Jahre mit unserem Kinderwunsch beschäftigt. Wie sollte es jetzt weitergehen? Ich hatte noch immer den schlechten Befund meines Immunsystems im Kopf und konnte mir gut vorstellen, dass es hier eine weitere „Baustelle“ gab. Sollten wir zum Immunologen? Normalerweise wird der erst zu einem späteren Zeitpunkt empfohlen. Aber ich hatte eine Autoimmunerkrankung, war Allergikerin und der Kremertest war deutlich positiv. Waren das nicht Hinweise? Oder sollten wir doch einfach weitermachen?

Meine Schilddrüsenhormone machten mir auch wieder Sorgen – der TSH war mit 2,0 ein bisschen zu hoch gewesen beim letzten Versuch. Ich begann, mich mit Ashwagandha und Myo-Inositol einzudecken. Hab ich schon mal erwähnt, dass mich diese Apotheken-Bestellungen beruhigen? 😉 Und schließlich fassten wir den Beschluss: ab zum Immunologen. Irgendwas war vielleicht nicht in Ordnung. Wir hatten gehört, dass in diesen Fällen normalerweise oft „auf gut Glück“ Cortison gegeben wird. Unserer Klinik war dieses „Ausschalten des Immunsystems“ für den Transfer in der Corona-Situation zu gefährlich. Dafür müsste auch ein entsprechender Befund vorliegen – vielleicht war aber auch gar kein Cortison notwendig.

Ich hatte mich für die Immunologie im Blut entschieden (statt der vergleichsweise günstigeren Biopsie der Gebärmutter), weil ich Angst vor einem weiteren Eingriff hatte – und angeblich ähnelten die Befunde einander sowieso. Den Termin beim Immunologen hatte ich zwar vergleichsweise schnell – ein paar Kanülen Blut war ich auch schnell los. Leider hieß es danach wiedermal: W A R T E N. Die Befunde dauerten fünf bis sechs Wochen.

Ein Gedanke zu “Und jetzt?

  1. Alexander

    Es ist wie wohl immer in der Medizin – besonders als Laie – „guter Rat“ ist hier zeitraubend (und biologisch gute reproduktive Zeit kommt nicht wieder) – schwer zu finden (und Google ist hier auch kein guter Ratgeber) und viele Ärzte machen ALLES SUPER (denn alle sind irgendwie Spezialisten – aber die wenigsten sind es wirklich).

    Die medizinische Situation hinsichtlich der Immunologie mit Worten zu beschreiben (also das Problem, warum nisten sich „schöne befruchtete Eizellen nicht ein, manche nicht so schöne doch und warum bei manchen Frauen nichts von beiden und und und ???) – KOMPLEX – SPITZE DES EISBERGS – VIELE UNBEKANNTE – WENIG ALTERNATIVEN.

    Das aber gibt keiner richtig zu – wird nicht offen angesprochen und wäre wenig psychologisch vielleicht auch nicht wertvoll und wenig empathisch angebracht – doch was nützt es – Augen verschließen hilft auch nicht.

    Wichtig wäre aus meiner Sicht-

    – frühestmöglich mit einer Diagnostik (Immunologie) zu beginnen – besonders wenn andere Autoimmunerkrankungen vorhanden sind, Allergien, mehr als zwei negative Versuche und trotz guter Embryoqualität HCG gleich Null

    – Suche nach chronischen Entzündungen (silent inflammation) wäre hier wichtig – hier gibt es einen Test – aber recht teuer

    – Diagnostik des Einnistungsfensters – Spiegel des Progesterons (Monitieren des Einnistungshormon) oder andere Tests (auch teuer)

    – Microbiom der Gebärmutter analysieren – oder gleich etwas einnehmen (ist natürlich und meistens wird von dem wieder teuren Test auch nur das empfohlen – also das Geld kann sich Fau sparen 🙂

    – Adenomyose (Endometriose in der Gebärmutter) ausschließen – Ultraschalluntersuchung durch einen Spezialisten (wie gesagt ,……)

    Mit fallen noch einige Dinge ein , …..

    Die Frage allerdings, die am wichtigsten zu klären wäre !!! – woher kommt das alles oder war das Problem schon immer da ?

    VORSORGE gibt es hier keine !!!!! – das wäre wirklich wertvoll

    „Probleme erkennen bevor sie entstehen“ – mir fällt das ein lustiges Video ein :-0

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