In der Warteschleife der Untersuchungen II

Der zweite große Punkt auf meiner Liste – neben der Gebärmutterspiegelung – war die Gerinnung. Ich hatte einer Überweisung zur Spezialistin in der Hand. Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen überschaubar. Nachdem ich noch nie in meinem Leben schwanger gewesen war und auch keine Fehlgeburt hatte, kam mir dieser Grund für meine Unfruchtbarkeit sehr unwahrscheinlich vor. Aber: ihr kennt das bestimmt, wir lassen ja alle nichts unversucht!

Nach einiger Wartezeit bei der Ärztin, war ich endlich dran. Ich schilderte ihr meine Problemlage. Sie fragte: „Hatten Sie schon mal eine Fehlgeburt?“ Wahrheitsgemäß antwortete ich, dass bisher der HCG einmal nach dem Frischtransfer bei 5 oder 6 gelegen war. Sonst nichts. „Haben Sie eine familiäre Vorgeschichte? Thrombosen?“ Nichts dergleichen konnte ich vorweisen.

Die Ärztin seufzte: „Wissen Sie, man dachte eine Zeit lang, dass vieles im Bereich Kinderwunsch mit der Gerinnung zu tun hat. Das wird aber überbewertet. Und wenn Sie bisher keine Fehlgeburten hatten, sehe ich hier auch keinen Ansatzpunkt. Natürlich kann auch hier ein Grund sein, aber es sieht einfach nicht danach aus.“ (Bitte nagelt mich nicht fest, aber das waren ihre ungefähren Worte.) Dann meinte sie, ob ich sehr bös wäre, wenn sie mir auch kein Blut abnehmen würde. Wenn nämlich doch eine Gerinnungsstörung rauskäme (die aber wahrscheinlich keinen Einfluss auf die Einnistung hat), könnte ich auch Probleme mit der privaten Krankenkasse bekommen.  Fazit: Ich ging unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Ich war auch nicht böse. Es war allein die Bestätigung meiner eigenen Laien-haften Diagnose.

Und was war nun mit dem Ergebnis meiner Biopsie, fragt ihr euch? Leider bestätigte die auch nur, was ich schon vermutet hatte: erhöhte Killerzellen in der Gebärmutter. Aber die hatten wir ja schon bereits im Blut untersuchen lassen – und auch da waren sie erhöht gewesen. Keine Endometritis.

Ich hatte nach den Arztbesuchen leider wieder mal keine Diagnose in der Hand.

Doch gegen die Killerzellen und für mein Immunsystem wollten wir nun wirklich etwas unternehmen. Schon im Vorzyklus starteten wir daher mit einer Fischöl-Infusion.

Die ersten Vorbereitungen für den 4. Transfer…!

Ein Gedanke zu “In der Warteschleife der Untersuchungen II

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