Wie geht’s dir in der Schwangerschaft? Teil 1

Die ersten 12 Wochen waren natürlich die schwersten. Nach dem Pränataltest in der 13. Woche war doch eine gewisse Erleichterung spürbar. Wir hatten uns für einen Combined Test entschieden. ABER: ich versteh alle, die gar nichts machen, genauso wie die, die den großen NIFTY machen. Grundsätzlich sind die meisten Fehlbildungen am Ultraschall erkennbar – deshalb haben sich einige meiner Freundinnen ganz dagegen entschieden. Doch nach so langer Kinderwunschzeit wollte ich einfach irgendeine Form der Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Weitere sechs bis zehn Tage Wartezeit für einen NIFTY wollte/konnte ich auch nicht mehr aushalten (und die Kosten: uff!). Die Wahrscheinlichkeit, dass wir einfach rausgehen würden, und erleichtert sein, war sehr hoch. Genauso war es dann auch. 🙂 Und die Bilder, die wir zu sehen kriegten, waren einfach der Wahnsinn! Das eigene Baby, so gut erkennbar und im Bauch turnend! Gesund und munter, als wär es das natürlichste der Welt. Und als wär‘ da nicht dieser ganze Kiwu-Wahnsinn dahinter gewesen.

Das war auch der Startschuss für mich, um in der Arbeit Bescheid zu sagen. Ich sag’s euch, für mich war ein seltsamer Moment. Dreieinhalb Jahre lang war dieses Thema so intim, so präsent und so Tabu in der Arbeit für mich. Und dann so eine Botschaft verkünden, wo ich sie noch nicht mal wirklich selbst glauben konnte: „Ich bin schwanger.“ Für mich war es, als würde ich mein Innerstes nach außen kehren – es könnte ja noch so viel schiefgehen! Wenn ich dachte, wie normal diese Botschaft für andere Frauen wahrscheinlich war. Einfach der logische nächste Schritt. So war das für mich einfach nicht.

Hatten wir noch weiterhin Angst? JA! Wir alle kennen die Geschichten von Fehlgeburten nach der 13. Schwangerschaftswoche. Doch irgendwann, ab der 18. Woche, begann ich das Baby leicht, aber doch, zu spüren. Außen, weil es komplett schief lag. Oder innen, wie eine Sprungfeder vom Bett, die sich in meinem Bauch bewegte. Und ja, das beruhigt. Das vierte Monat war mir leider anfangs noch immer übel abends und ich müsste Rülpsen ohne Ende. Nein, kein Sodbrennen – nur Luft. Aber trotzdem war es alles andere als angenehm. Durch Akupunktur und/oder auch die fortschreitende Schwangerschaft hörte das zum Glück bald auf. (Leider war bei mir auch der Leinsamen, der so supertoll sein soll, eher kontraproduktiv: mein Körper konnte den irgendwie einfach nicht verdauen.) Irgendwann, so zwischen 4. und 5. Monat begann das, was ich kaum zu glauben wagte: ich begann, die Schwangerschaft zu genießen.

2 Gedanken zu “Wie geht’s dir in der Schwangerschaft? Teil 1

    1. Ja furchtbar war/ist das… hab vorher nicht gewusst, dass das so extrem sein kann!!! Beim googlen hab ich allerdings auch ein forum gefunden wo eine schwangere meinte: „mädels, ich rülpse als hätte ich 5 liter Cola getrunken…. habt ihr das auch?“ 😉

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