Die ersten 12 Wochen I

Nach dem Herzultraschall begann das große Zittern. Würde das Baby in mir die ersten zwölf Wochen „überstehen“? Wir wussten, wie kritisch die nächsten Wochen waren. Auch wenn mit einem funktionierenden Herzschlag schon die ersten Risiken überwunden waren… keine Eileiterschwangerschaft, kein Windei… Unglaublich, dass die meisten Paare von diesen Hürden keine Ahnung hatten. Vor drei Jahren wären wir noch relativ ahnungslos und voller Vorfreude nach Hause gegangen. Sicher, ich wusste auch damals, dass Fehlgeburten sehr oft vorkommen. Aber ihr könnt euch alle vorstellen, dass wir nach der langen Kiwu-Zeit alles andere als unbeschwert auf diese nächsten Wochen zugegangen sind. Am Anfang meiner Schwangerschaft wünschte ich mir eine Zeitmaschine ins 9. Monat – wie sollte ich die Zeit bis dahin bloß überstehen? Doch: Wir hatten mehr Hoffnung als jemals zuvor.

Im Unterschied zu anderen Frauen hier, hatte ich noch keine Fehlgeburt. Und ich glaube, ein paar Ängste blieben mir deshalb erspart. Bis auf meine 2 bis 3 Klobesuche pro Nacht, konnte ich sogar halbwegs gut schlafen – auch dank Schlaftee meiner Ärztin. Und zum Glück wird das mit den nächtlichen Klobesuchen wieder besser, wenn frau nicht mehr ständig Progesteron vaginal einführen muss. Zwischendurch fragte ich mich nämlich schon, wie ich 9 Monate lang 2-3 Klobesuche pro Nacht durchstehen sollte.

Apropos Medikamente: Ja, Progesteron und Östrogen musste ich noch länger einnehmen, genauso wie das Kortison. Ab der 9. Woche wurde dann aber Kortison und Östrogen ausgeschlichen. Und das Baby blieb – entgegen meinen Ängsten – auch ohne Östrogen, Kortison und Progesteron bei uns.

Dass ich die Schwangerschaft aber noch nicht ganz realisierte, zeigten mir auch meine Träume. Einmal wachte ich mitten in der Nacht auf und mir war – wie könnte es anders sein – ziemlich übel. Im ersten Moment dachte ich, dass ich verkatert war. Genau davon hatte ich nämlich geträumt: vom Fortgehen und Trinken. Aber nein, vom Alkohol war mir natürlich nicht schlecht.

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