Pills, Pills, Pills

Wir wussten nicht, wann die Kinderwunschzentren nach dem Lockdown wieder aufsperren würden. Wir wollten zwar auch ohne Corona mindestens zwei Zyklen pausieren. Nur hatten wir auch Angst, dass vielleicht auf lange Zeit gar keine IVFs oder Behandlungen mehr möglich wären. Aber gut, ganz ehrlich: im Lockdown waren wir froh, gesund und mit bezahltem Job auf ausreichend Quadratmeter zu Hause arbeiten zu können. Wäre ich schwanger geworden, hätte ich sicher permanent nur mehr Angst, überhaupt das Haus zu verlassen.

Ich schreibe zwar IVF, aber es war für uns dann letztendlich eine ICSI. Die Werte der Spermiogramme waren zwar immer wieder im Normbereich, aber am Tag der Punktion waren sie zu schlecht für eine IVF. Daher hatte ich gleich nach der Punktion das gemacht, was meine vom unerfüllten Kinderwunsch geschundene Seele immer wieder tröstet: Shopping bei der Online-Apotheke. Es gibt mir das schöne (und trügerische) Gefühl, einen aktiven Beitrag in der Behandlung zu leisten. Frei nach dem Motto: Hülft’s nix, schod’s nix. Was natürlich nicht ganz stimmt: Bei manchen Nahrungsergänzungsmitteln wie Selen und Zink kann eine erhöhte Aufnahme auch schaden. Bitte daher immer nachlesen, was die Höchstdosis pro Tag ist und welche Gefahren von einer Überschreitung ausgehen könnten. Außerdem ist es bei Kombi-Präparaten wichtig genau zu schauen, was wirklich drin ist und in welcher Menge. Wichtiger Hinweis meinerseits: Ich bin keine Ärztin oder Ernährungsexpertin, und wir haben noch immer kein Kind trotz der vielen Nahrungsergänzungsmittel. Aber ich habe über die Jahre schon viele Tipps angesammelt.

Wie verbessern wir das Spermiogramm?

Laut netdoktor.at gibt es keine ausreichend große Anzahl an Studien, die Erfolge mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln untermauert. Aber die gängigen Tipps, die immer wieder zu finden sind (auch auf der Netdoktor-Seite oder auf Kindeshalb.de), möchte ich hier wiedergeben:

  • Vitamin C
  • Zink
  • Folsäure
  • L-Arginin
  • L-Carnitin
  • Q10 bzw. besser noch (und teurer): Ubiquinol
  • Selen: die Konzentration ist auch in Paranüssen sehr hoch, wir essen da jetzt ab und zu (nicht täglich) 1 bis 2 Stück
  • Maca (das Pulver schmeckt uns nicht so gut, besser sind Tabletten)
  • Cordyceps Sinensis

Was nehme ich zu mir?

  • Folsäure: Das wichtigste ist natürlich die Folsäure bzw. noch besser Folat.
  • Vitamin C
  • Zink: obwohl ich beim Schreiben dieser Zeilen denke, ich sollte mal wieder eine Pause machen weil es auch negative Auswirkungen haben kann
  • Kombipräparate: ich wechsle hier immer wieder mal und hab noch kein Produkt meines Vertrauens. In den meisten Produkten ist auch Jod, was ich gerade wegen meiner Schilddrüse nicht ständig und durchgängig nehmen möchte.
  • Omega 3 Fettsäuren
  • Leinsamen, Samen generell (siehe auch: Seed-Cycling)
  • Cordyceps Sinensis
  • Himbeerblättertee (1. Zyklushälfte)
  • Frauenmanteltee (2. Zyklushälfte)

Für meine Schilddrüse:

  • Inositol
  • Ashwagandha
  • Leinöl

Ich hoffe, ich habe jetzt in meiner Liste nichts vergessen. Weil Anna es im Gastbeitrag noch erwähnt: ich esse Gluten, Zucker und Kaffee! Kein Wunder, dass das mit dem Kind nicht klappt 😉 Glutenfrei wird auch bei Hashimoto immer wieder empfohlen, aber dieses Opfer möchte ich eigentlich nicht bringen.

Habt ihr spezielle Tipps oder bereits Erfahrungen gesammelt?

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